| |
Deutung mit den Sternen
Eine alte indianische Weisheit sagt:
In den Sternen liegt das Wissen, warum wir hier sind, und in den Planeten das Wissen, wie wir dies hier auf der Erde verwirklichen können.
Heutzutage deuten Astrologen überwiegend die Planeten, und die Sterne, auch "Fixsterne" genannt, werden kaum noch mit einbezogen. Man scheint den Bezug dazu im Laufe der Jahrhunderte verloren zu haben, weil die Deutung sit den Griechen immer mehr auf logische Zusammenhänge vereinfacht und schematisiert wurde.
Die australische Astrologin Bernadette Brady hat eine uralte Art der Fixsterndeutung wiederentdeckt und an die heutigen Bedürfnisse und Inhalte angepasst. Dazu hat sie umfassend in der Literatur der Antike und in alten ägyptischen und mesopotamischen Berichten geforscht, und ihre Ergebnisse an zahlreichen zeitgenössischen Horoskopen überprüft und verfeinert. Bei Bernadette Brady habe ich den Diplomkurs für quot;Fixed Stars and Visual Astrology" absolviert, und meine Fixsterndeutung lehnt sich an ihre Lehren und Erkenntnisse an.
Die Fixsterne werden hier nicht - wie sonst bei uns üblich - auf die Ekliptik projeziert, sondern in ihrem Auf- und Untergang, und dem tatsächlichen Verlauf am Himmel betrachtet. Dies ist für jeden Ort auf der Welt ein wenig anders. Auch inhaltlich ergeben sich auf diese Weise oft ganz andere Ansätze und Einsichten.
Heliakischer Auf- und Untergang
In alten Zeiten war der Himmel beseelt von mythischen Geschichten, und die Sterne wurden wie göttliche Wesen betrachtet. Besonders die zirkumpolaren Sterne, die während der ganzen Nacht am Himmel zu sehen sind, und die niemals untergehen, wurden als Götter angesehen, welche bestimmte Themen oder Energien verkörpern.
Alle anderen Sterne sieht man wegen des kreisförmigen Jahresverlaufes der Erde an jedem Tag ein paar Minuten früher auf- bzw. untergehen.
Es gibt auch einige Sterne, welche nicht dauernd zirkumpolar sind. Sie sind nur für eine bestimmte Zeit im Jahr ständig am Nachthimmel zu sehen, in der sie nachts weder auf- noch untergehen. Sie mischen sich also in diesem Zeitraum unter die "göttlichen Wesen" am Himmel.
Aber irgendwann berühren sie doch wieder den Horizont, und damit die Ebene von uns Menschen, und man sieht sie dann kurz vor dem Sonnenaufgang tatsächlich am Horizont untergehen. Dies nennt man den heliakischen Untergang dieses Sternes, und dann bringen sie uns eine Botschaft vom Himmel mit.
Dann gibt es andere Sterne, die für einen bestimmten Zeitraum im Jahr völlig vom Nachthimmel verschwunden sind. Diese befinden sich dann "in der Unterwelt". Eines Tages sieht man sie dann kurz vor Sonnenaufgang wieder am Himmel aufgehen, als ob sie neue geboren wären. Dies nennt man den heliakischen Aufgang.
Dies sind also zwei Sterne, die eine ganz besondere Bedeutung für den Tag der Geburt haben. Die Sterne folgen dabei einem jährlich wiederkehrenden Rhythmus, der aber für jeden Ort anders ist.
In Paran
Im Verlauf eines Tages gehen alle Planeten irgendwann auf, berühren die Himmelsmitte, gehen wieder unter und erreichten ihren tiefsten Punkt, um danach dann wieder aufzugehen. Je nach Standort ist dies für die meisten Sterne ebenfalls der Fall. An diesen vier Punkten berühren sie also jeweils eine der Achsen, welche eine direkte Verbindung oder Schnittstelle zwischen Himmel und Erde darstellen. >> mehr dazu...
Wenn nun ein Planet und ein Stern gleichzeitig irgendeinen von diesen vier Punkte berühren, so entfalten sie dadurch eine besondere Beziehung zueinander, und sind daher für das Geburtshoroskop von ganz besonderer Bedeutung. Man sagt dann, sie stehen "in Paran".
Wenn ein Stern aufgeht, während er mit einem Planeten "in Paran" steht, so entfaltet er sein Thema sehr oft schon in der Kindheit, und speist danach dann das ganze Leben mit seiner Energie.
Dabei kann es sehr gut sein, dass einem dieses Thema durch Eltern, Verwandtschaft, Lehrer oder sonstwie nahestehende Erwachsene vermittelt wird, und dann auf diese Weise zur Prägung in der Kindheit mit beiträgt.
Wenn ein Stern kulminiert, also an seiner Himmelsmitte steht, während er mit einem Planeten "in Paran" ist, so beginnt sich sein Thema in den Jahren des aktiven Erwachsenseins zu entfalten. Die Übergänge dieser Altersgrenzen sind fließend, man kann aber normalerweise als Richtschnur den Zeitraum zwischen 25-35 und 55-65 Jahren nehmen.
Wenn ein Stern untergeht, während er mit einem Planeten "in Paran" ist, so beginnt sich sein Thema in den späteren Lebensjahren zu entfalten. Die Übergänge dieser Altersgrenzen sind ebenfalls fließend, und beginnen normalerweise um das 55-65 Lebensjahr.
Wenn ein Stern am Nadir (untere Kulmination, IC) steht, während er mit einem Planeten "in Paran" ist, so ist dieses Thema wie eine Basis für das ganze Leben. Es wird meist erst im späteren Leben wirklich erkennbar, spielt aber immer schon seit der Geburt eine wichtige Rolle.
Beispiele:
Der amerikanische Sänger Josh Groban (*27.02.1981), der innerhalb kürzester Zeit ein Millionenpublikum begeisterte:
Merkur in Paran mit Alphard, Jupiter in Paran mit Fomalhaut, Saturn in Paran mit Vega.
Alphard: starke Leidenschaft. Mit Merkur eine leidenschaftliche Stimme voller Geheimnisse.
Fomalhaut: Idealismus und charismatische Ausstrahlung.
Vega: Musik und musischer Zauber, magische Ausstrahlung, Kreativität.
Schauspieler und Scientologe Tom Cruise (* 3. Juli 1962):
Jupiter in Paran mit Alkes,
Bellatrix, Facies und Antares.
Alkes: die Verkörperung eines Ideals.
Bellatrix: Erfolg, der durch persönliches Wachstum und Beschäftigung mit den eigenen Schattenseiten entsteht, dies auch in der Rolle des Priesters oder Historikers.
Facies: extreme und evtl. sogar agressive politische oder religiöse Einstellung.
Antares: Erfolg, verbunden mit viel Leidenschaft, Abgründen und Begegnung mit dem Extremen; tiefer Einblick in das Funktionieren von Strukturen.
Der Kirchenkritker und Begründer der Protestanten, Martin Luther (10. November 1483):
Denebola in Paran mit Sonne und Jupiter.
Denebola steht für Aussenseiter und Andersdenkende. Dieser Stern lässt einen die Dinge anders verstehen oder tun. Man denkt unabhängig vom Establishment und hat seine eigene Sicht der Dinge.
Der italienische Tenor Luciano Pavarotti (* 12. Oktober 1935):
Merkur in Paran mit Sirius.
Sirius ist der hellste Stern, und bringt Merkur ins Rampenlicht. Merkur ist rückläufig, also
drückt er sich nicht einfach direkt aus, sondern in diesem Fall besonders durch’s Singen.
 
| |